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Lange bevor der Mensch die Erde bevölkerte gab es bereits mehrere Arten der Rebe.

10.000 v. Chr. 

Der Mensch lernte aus dem Saft der Trauben Wein zu bereiten
2000-750 v. Chr. Phönizier führten den Weinbau in Griechenland und später in Italien ein
600 v. Chr. Griechen gründeten die Kolonie Marsilia = Marseille und trieben mit den Kelten Weinhandel
52 v. Chr. Die Römer unterwarten Gallien und verbreiteten den Weinbau bis zum Rhein
100-300 n. Chr. Sie förderten die intensive Rebkultur durch Ansiedlung römischer Veteranen auf ertragreichen und günstigen Lagen (besonders Kaiser Probus)
600-800 n. Chr. Die Schäden der Völkerwanderung wurden unter den Merowingern und besonders den Karolingern (Karl der Große) wieder beseitigt. Große Verdienste erwarben sich die Klöster, die über 100 Jahre lang beispielhaft den Rebenbau und vorbildlich die Weinbereitung pflegten
1600 Der Weinbau erreichte in Deutschland mit 350.000 ha seine größte Ausdehnung
1618-1648 Im 30jährigen Krieg wurden viele Weinbaugebiete völlig vernichtet. Dazu kamen wiederkehrende Missernten, die Einfuhr billiger Auslandsweine und Konkurrenzgetränke z.B. Kaffee, Tee, ...
1687-1698 Das Moseltal litt Not, Knechtschaft und Fron während der Erbauung der Zwingfeste Mont Royal unter Ludwig XIV (Sonnenkönig)
1700-1800 Kurze Erholung für den Weinbau


Kröv um 1800, Weinberge im Kammerbau

1786 Der letzte Trierer Kurfürst Wenzeslaus befahl an der Mosel ausschließlich den Anbau des Rieslings
1803 Die Weinberge der Klöster und des Adels wurden meist an die Erbpächter oder frei verkauft (Säkularisation)
1815 Auf dem Wiener Kongress wurden Preußen die Weinbaugebiete Mosel, Saar, Rhein, Nahe und Ahr zugesprochen. Nach einer kurzen Blütezeit folgte eine lange Elendsperiode. Die hiesige Bevölkerung versuchte die Krise durch Auswanderung, Ausweitung der Landwirtschaft und Gründung der ersten Winzergenossenschaft in Kröv zu überwinden
1850 Die eingeschleppte Reblaus, sowie Mehltau und Peronospora bewirkten katastrophale Schäden in den Rebanlagen. Dank beachtlicher wissenschaftlicher Forschungen konnte der Ruin des Weinbaus verhindert werden
1892 Erlass des ersten deutschen Weingesetzes. In den Jahren 1901, 1909, 1930 und 1971 wurde es erneuert und den Erfordernissen der Produzenten und den Wünschen der Verbraucher angepasst
1970 Die E.W.G.-Weinmarkt-Verordnung tritt in Kraft
Die hervorragenden Qualitäten des deutschen Weines bewirken eine Pro-Kopf Verbrauch im Inland von 12 Liter. Das weltweite Ansehen führte zu einem Export von 1,5 Mio. hl
Der heutige Pro-Kopf Verbrauch beträgt 24 Liter, davon je die Hälfte Deutsche und die Hälfte Ausländische Weine
500 v. Chr. Zahlreiche Gräber und eine Fliehburg auf dem Kröver Burgberg aus der Frühlaténezeit mit einer Innenfläche von 1,1 ha beweisen eine frühe und dichte Besiedlung des hiesigen Raumes durch die Kelten. Bereits damals gab es ein "geordnetes Gemeinwesen" innerhalb des Gebietes, begrenzt durch die Lieser, Wälder der Eifel, Alf/Üß und den Höhen des Hunsrücks. Zentrum dar das alte "Crovia" um den heutigen Peterswingert an der Straße nach Kinderbeuern
58-52 v. Chr. Caeser unterwart die Kelten. Als römische Domäne blieben die alten Grenzen und die Struktur erhalten. Reste von über 10 Landvillen allein auf Kröver Gemarkung zeugen von der damaligen "Entwicklungshilfe" in der Landwirtschaft und besonders im Weinbau
500 n. Chr. Nach der Völkerwanderung fielen die römischen Domänen dem fränkischen König als Eigentum zu = Krongut = Allodium. So entstand das "Kröver Reich" mit eigenem Weistum, Rechtsprechung, Nieder- und Hochgericht über Leben und Tod
752 Pipin der Kleine schenkte dem Kloster Echternach die fränkische Remigius-Kirche mit Weinbergen und Ländereien
862 König Lothar II überträgt der Abtei Stablo-Malmedy "wegen des Weines" das Patronat über die uralte Peterskirche, die bis in römische Zeit zurückging
1274 Kaiser Rudolf v. Habsburg verfändet das "Cröver Reich" an die Grafen von Sponheim
1355 Erzbischof Boemund von Trier erwarb die Vogteirechte. Trotz der Herrschaft zweier Herren verteidigten die Kröver mit Erfolg über Jahrhunderte ihre verbürgten Rechte als freie Bürger eines kaiserlichen Krongutes
1794 Auflösung der "Cröver Reiches" durch die Revolutionstruppen Frankreichs
1815 Das Moselland kam unter preußische Verwaltung. Kröv wurde Amtssitz für die dazugehörigen Gemeinden Kinheim und Ürzig

Der Moselweinbau erlebte von 1815 bis 1828 unter preußischer Verwaltung eine Blütezeit. Jedoch nach Gründung des Zollvereins folgte eine lange Elendsperiode von mehr als 30 Jahren. Um Abhilfe zu schaffen, wurde unter anderem die Seidengewinnung eingeführt oder intensiviert. Dazu pflanzte man über 25.000 Maulbeerbäume. Deren Blätter dienten der Seidenraupe als Nahrung. Anfangs kamen die kleinen Cocons zur Verarbeitung nach Krefeld oder Elberfeld. Später siedelten Seidenweber wegen billiger Arbeitskräfte in Kröv an. Neben Seitenstoffen und –tüchern wurden bevorzugt Seidensamtbänder gewebt, deren Abseiten als Besonderheit in vielfältigen Mustern broschiert waren. Im Jahre 1862 waren in Kröv noch 5 Webstühle in Betrieb.


Maulbeerbäume - Zeichen der Not

1968 Die letzte Gebietsreform vereinigt wieder den größten Teil des ehemaligen "Cröver Reiches" zu der Verbandsgemeine Kröv-Bausendorf